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Was ist Amateurfunk?

Zuerst einmal ganz einfach:
Funkamateure kommunizieren und experimentieren mit drahtlosen Kommunikationsverfahren.

Etwas komplizierter:
Der Amateurfunk hat von der ITU (International Telecommunication Union - "Internationale Fernmeldebehörde") Frequenzbereiche zugewiesen bekommen, auf denen weltweit mit den unterschiedlichsten Verfahren nicht kommerzielle Nachrichten ausgetauscht werden dürfen.

Funkmateure müssen über eine Prüfung eine Lizenz erwerben und bekommen dann ein Rufzeichen (Call) zugewiesen. Dieses Rufzeichen ist weltweit einmalig und identifiziert den Radioamateur eindeutig. Österreichische Amateurfunk-Rufzeichen beginnen mit OE, gefolgt von einer Ziffer für das Bundesland und weiteren ein bis drei Zeichen, also z.B. OE1XNC für eine unserer Clubstationen.


Hier sind ein paar der "Betriebsarten":

Morsefunk, CW
Der "Klassiker" unter den Betriebsarten. Technisch gesehen eine sehr einfache und unmittelbare Kommunikationsmethode, die auch heute noch den großen Vorteil hat, daß auch unter schwierigen Sende- und Empfangsbedingungen damit kommuniziert werden kann.
Durch Kombinationen von kurzen und  langen Tönen können Buchstaben, Ziffern und Zeichen gebildet werden. Fast jeder kennt das ... --- ... (SOS). Weil das Senden von langen Nachrichte damit recht mühsam werden kann, hat sich eine "Kurzschrift" entwickelt.
--... ...-- / . ... / --.  . / -.. . / --- . .---- -..- -. -.-. / ... -.-   =  73 ES GE DE OE1XNC SK
Das bedeutet:
Alles Gute und guten Abend, hier ist (war) OE1XNC, Ende der Verbindung.
Eine Morsefunk-Prüfung ist zur Erlangung einer Amateurfunk-Lizenz nicht mehr notwendig.


Sprechfunk
Sprachübertragung erfolgt mit verschiedenen technischen Verfahren.  Einfach einmal bei Wikipedia unter "SSB" oder "Frequenzmodulation"  nachschauen.


Digitale Betriebsarten, Funkfernschreiben
Auch das sind teilweise "Klassiker" der Kommunikation. RTTY und verwandte Verfahren werden auch heute z.B. beim Militär und in der Schifffahrt verwendet. Sie sind ähnlich betriebssicher wie CW (Morsefunk), sind aber nur maschienenlesbar. Man braucht also technische Einrichtungen zum Codieren und Decodieren der Signale. Heute wird das meistens mit dem Computer gemacht.

Auch für die folgenden Betriebsarten sind zum Transceiver (Sender/Empfänger) noch Zusatzeinrichtungen notwendig:

Bildübertragung (SSTV)

Amateurfunk-Fernsehen (ATV)

und noch ein paar "exotischere":

Meteorscatter
Sternschnuppen ionisieren Teile der Atmosphäre, die dann als "Reflexionsflächen" für Funkwellen benutzt werden.

EME
Bei Erde-Mond-Erde wird der Mond als Reflexionsfläche für UKW genutzt. Mit viel Leistung und guten Richtantennen geht das recht gut!


Diese Liste kann man noch einige Zeit fortsetzen.

Das Betätigungsfeld für den Amateurfunker ist fast unerschöpflich. Jeder findet seine Nische.

Manchen macht es besonderen Spass Geräte oder Antennen selbst zu konstruieren und zu bauen, wieder andere versuchen mit möglichst kleiner Sendeleistung (QRP) möglichst weit zu kommen.
Viele Amateure nehmen an Wettbewerben (Contests) teil, andere "jagen" Funkverbindungen mit exotischen Ländern (DXCC), Inseln (IOTA) oder Berggipfeln (SOTA).

Besuch' uns einfach einmal beim Clubabend und frag' uns! Jeder wird Dir gerne von seinem Spezialgebiet erzählen.

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